Sonntag, 17. Februar 2008

Via destinatum est

Nach etlichen kleineren Reisen, die allesamt nur das Vorspiel waren, geht es nun für mich und vor allem mein Innerstes auf eine große Reise ohne übergeordnetes Ziel. Via destinatum est.

In weniger als einem Monat, am 15. März 2008, +/- einen Tag, begebe ich mich mit meinem Fahrrad, das ein noch namenloses Dasein fristet, auf die Piste, verwende, wie schon auf zwei Reisen zuvor, Amsterdam als "Tor zum Westen" und stürze mich dann  mit mir, meinen Gedanken, einem Buch  und weiteren Siebensachen auf in ein intimes Abenteuer.

Schnapsideen begleiten mich: Die Reise soll sich möglichst fast selbst tragen, indem ich mit einfachen Mitteln Seifenblasen mache und somit als Straßenkünstler mein Brot verdiene. Die Menschen sind fasziniert von den riesigen wunderschönen Blasen, die Kinder möchten sie zerstören, die Eltern sie bewundern. Sie haben etwas (Zitat Thomas) "Unschuldiges" an sich. Kulturenübergreifend faszinieren sie, werden vielleicht auch unterbewusst mit der Vergänglichkeit des menschlichen Individuums in Verbindung gebracht, eignen sich immer wieder als Metaphern in der Philosophie und anderen Geisteswissenschaften.

Ich hoffe, ich habe die Möglichkeit auf der Tour zwischendurch immer wieder diesen Blog mit Inhalt zu füllen. So seht ihr, wo ich bin, was ich tue, wie es mir geht. Und so verarbeite ich einen Teil meiner Erlebnisse. Ich hoffe, ich kann sogar Fotos hochladen.

Gerne könnt ihr mich einen Teil des Weges begleiten, meldet euch einfach bei Interesse. Ein Treffpunkt wird sich schnell finden lassen.
Meine bisher geplante Route: Hannover->Amsterdam->Calais->Dover->London->Leiston.
Aaaaaber: Nach bisherigen Erfahrungen habe ich selten eine vorher geplante Route eingehalten, meist wird sogar ein Plan für die nächsten zwei Tagen am nächsten Tag über den Haufen geworfen. Id est iter!


Auf einer 300Km - Testtour vor zwei Wochen erwies sich meine Ausrüstung als zuverlässig. Ich bezweifle, dass das so bleiben wird... :)

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr meine Einträge in diesem Blog kommentiert. Die einzige Angst, die ich habe, nämlich die Angst vor der Einsamkeit, könnt ihr vielleicht so etwas reduzieren.

Euer Flo


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Si tacuisses, philosophus mansisses. Quod erat demonstrandum.

Julia hat gesagt…

Hey,
ich wünsche dir auf deiner Tour eine wunderschöne Zeit und viele unvergessliche Erlebnisse :o)
Ich hoffe, man hört öfter mal was von dir!
Liebe Grüße
Julia

julia hat gesagt…

Hey Flo!
Auch ich wünsche dir eine schöne Tour und hoffe, dass alles so klappt, wie du es dir vorstellst und du nicht nach 2 Tagen wieder umdrehen musst ;)
Hoffe doch hier ab und an was von dir lesen zu können!
Grüß Amsterdam von mir *ggg*
Gaaaaanz Liebe Grüße
die andere Julia (haha,weleche ist welche)

Thomas&Marie hat gesagt…

Hey Florian,

wir wünschen Dir alles alles Gute für Deine große Reise! Sei vorsichtig - und fahr nicht im Dunkeln auf Straßen ohne Radweg … (die große Cousine mahnt schon wieder). Und hoffentlich wird das Wetter ganz gut! Nicht nur wegen der Seifenblasen. (Welch eine tolle Idee! Ob die Tongeschichte hingegen zum großen Erfolg führt ...)

Wir freuen uns schon sehr auf Deine Berichte, irgendwann! Sagten wir schon, dass wir Dich ein bisschen beneiden?! Wir finden es großartig, was Du vorhast! (Und Du fährst auch ein bisschen für uns stellvertretend …)

Wir denken an Dich!
Lots of love
Thomas & Marie

Sonja hat gesagt…

Sooo liebster Flo, soeben bist du weitergefahren...das Wetter ist zwar wirklich nicht so schön wie gester, vielleicht hättest du doch eher gestern mit dem Rad und heute mit Zug fahren sollen;)...Aber nun ja, schlechtes Wetter soll dich nicht an deiner Tour hindern. Dir auf jeden Fall viel Spaß und viele tolle Erfahrungen die dein Leben sicher sehr bereichern werden...
Fands supi dass du die erste Nacht deiner Tour hier verbracht hast:),war ja auch eine kleine Ehre für mich, da du nach deiner Tour bestimmt auf der ganzen Welt bekannt sein wirst;)hehe...
also denn, werd mich immer mal wieder melden! Liebste Grüße aus Bückeburg ans andere Ende der Welt!
Sonja

Miriam hat gesagt…

Hey mein lieber flo!
wie geht es dir auf deiner tour? lass mal von dir hören und bring mal ein paar bilder mit rein.
liebste grüße und umarmung, Miri

Anonym hat gesagt…

Hey flo,
wie gehts dir? lass mal was von dir hören. und bring mal ein paar bilder rein. liebste grüße und umarmung, Miri

Anonym hat gesagt…

Alles Gute Flo!

Bin immer bei Dir !!

Dome

marie hat gesagt…

Hey Florian,

schlimmer als in dieser ersten Woche Deiner Reise konnte das Wetter auch nicht sein ... herrjeh, Dauerregen, Sturm, Kälte, Schnee, alles dabei. Wenn Du das durchgestanden hast, kann Dir doch eigentlich nicht mehr viel passieren. Hoffentlich bist Du mittlerweile einigermaßen wohlbehalten in Amsterdam angekommen.
Vielleicht hättest Du doch einen Monat später losfahren sollen ...

Ganz liebe Grüße!
Wir denken an Dich!
Marie & Thomas

Miri hat gesagt…

hey flo,
ich denke immer an dich. ich wünsche dir ganz doll, dass das wetter da wo du immer bist einfach toll ist und du deine tour auch mal im trockenen genießen kannst. für mich hoffe ich, dass das wetter bei uns so bleibt, sonst komme ich noch in versuchung von meiner lernerei aufzustehen und nach draußen zu gehen... zwei wochen noch....oh mann, ich habe langsam echt angst vor den schriftlichen... ich vermisse dich schrecklich. weiß gar nicht wie das werden soll, wenn ich in zwei wochen wieder klavierunterricht habe und wir uns danach gar nicht treffen können. aber mit dem herzen bin ich immer bei dir. lass dich ganz doll drücken und dich durch das wetter nicht einschüchtern!!!!! ich hab dich lieb, Miri

Anonym hat gesagt…

Hallo Florian
ich lese gerade deine Berichte.
Heute haben der Blitzer und ich die Pumpe wieder eingebaut,mit vielen Kommentaren usw. Du weist ja wie es bei soetwas bei uns abläuft.Für Deine weitere Fahrt wünschen wir dir alles gute und besseres Wetter.

deien nachbarn aus 55

Anonym hat gesagt…

Durchhalten Flo!!!

Alles, was dich nicht umbringt, macht dich nur härter.

....und das Leben is hart.......

Aber nicht das ferne Ziel aus den Augen verlieren, Du kommst ihm mit jeder Radumdrehung näher. Hoffentlich kannst Du es bald etwas deutlicher erkennen!

ein stiller Beobachter